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Schon weit vor der Eröffnung eines Online Shops, zum Beispiel für den Verkauf von Holzkohlegrills, Elektrogrills, Gasgrills und allem möglichen Zubehör muss sich der Händler entscheiden, mit welcher Software er seinen Shop realisieren will. Hier gibt es die Möglichkeit, mit einem Anbieter von Shopsystemen zusammenzuarbeiten, damit der Händler selbst mit der Technik des Shops nicht viel zu tun haben muss. Immerhin sollte man eher der Fachmann in Bezug auf die Gas Grills sein, um sein Sortiment perfekt repräsentieren zu können, die Preise marktfähig zu gestalten und so weiter. Selten sind aber die Händler auch zugleich so fit in Sachen Programmierung, Webdesign und anderen Dingen, die die Software betreffen, dass sie den eigenen Shop aus diesem Wissen heraus auch auf die Beine stellen können. Es reicht nicht, die Gasgrills und ihre Kollegen einfach auf eine Website zu stellen, um Kunden zu gewinnen. Ein gewichtiger Punkt in Sachen Kundenservice dreht sich um Kundeninformationen, aber zum Beispiel auch Zusatzmodule, wie einen Grill Konfigurator, ein Forum, in welchem Rezepte und Tricks ausgetauscht werden können: Wer solche Angebote macht, wird auch seinen Umsatz entsprechend nach oben treiben. Dies lässt sich mit einer Opensource Software unter Umständen besser verwirklichen, als mit einem herkömmlichen Shopsystem.

Was ist eine Opensource Software?

Bei einer Opensource Software ist der Quelltext frei zugänglich. Das bedeutet, dass die Weiterentwicklung, basierend auf diesem Quelltext, möglich und sogar erwünscht ist, sofern einige Richtlinien eingehalten werden. Eine Erklärung zum Begriff Opensource, zum Beispiel über die Wortherkunft, die genaue Bedeutung und die Geschichte dieser Thematik ist auf http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source veröffentlicht. Die Definition schreibt dem Opensource Nutzer einiges vor. Ohne Lizenzgebühren zu erheben, muss die freie Weitergabe der Software in Form von persönlicher Nutzung im kleinen Rahmen, aber auch durch den Verkauf gewährleistet bleiben. Dabei ist der Quellcode stets verfügbar – und zwar für jeden Nutzer, wie auch immer er das Programm verwendet. Einschränkungen des Personenkreises, der die Software beziehungsweise die Lizenz verwenden darf, sind bei einer Opensource Software nicht statthaft; ebenso kann der Zweck der weiteren Verwendung nicht beschränkt werden. Ein Quellcode, der einmal als Opensource freigegeben wurde, kann also sowohl militärisch, kommerziell wie auch privat benutzt werden. Des Weiteren ist es vom Nutzer frei wählbar, ob er die Verbreitung der Software auf einem Datenträger, als Download oder in anderer Weise gestaltet: Eine Bedingung ist also auch die absolute Neutralität, was Technologien betrifft. Eine Einschränkung anderer Programme darf durch die Opensource Software ebenfalls nicht erfolgen. Es gibt noch einige weitere Punkte, die in Sachen Lizenzvergabe beachtet werden müssen.

Welche Vorteile bietet eine Opensource Shopsoftware?

Zum Beispiel des Gasgrillshops lassen sich einige Vorteile für die Nutzung einer Opensource Software als Shopsystem erkennen. Grundlage des Bestrebens, mit einer solchen Lizenz zu arbeiten, ist der Wunsch nach einem einfachen Aufbau eines Shopsystems, das für den Anwender, also den Händler, später aber auch für die Kunden, die ihren Gasgrill kaufen möchten, nicht zum Dickicht der Schnörkel wird. Der Kunde wird später keinen Unterschied bemerken, ob er nun mit einem herkömmlichen Shopsystem oder mit einer Opensource Lösung seinen Einkauf getätigt hat. Für den Händler bietet sich jedoch die Möglichkeit, auf einfache Art und Weise weitere Module zu der Shopseite hinzuzufügen. Diese betreffen beispielsweise Zahlungsabwicklungen mit bestimmten Online Bezahlsystemen, aber auch das Schaffen von Zusatzseiten, die beispielsweise einem Angebot an Informationen dienlich sind. In Sachen Design besteht durch Templates meistens eine sehr fundierte Möglichkeit, den Shop nach eigenen Wünschen zu gestalten, ebenso, wie ein beauftragter Programmierer sich ohne Probleme in die Materie einarbeiten kann, um die endgültige Lösung zu realisieren. Ganz einfach geschildert, macht es eine Opensource Shoplösung möglich, aus einem Basis-Paket und den Optionen bezüglich weiterer Module den gewünschten Shop zu erschaffen und diesen ins Netz zu stellen. Interessante Vorträge zum Thema werden auf www.magentocommerce.com/de empfohlen - da ist bestimmt für den einen oder anderen Online Händler etwas dabei

Gekaufte Software nimmt man aus der Verpackung, legt CD oder DVD in das Laufwerk ein und dann beginnt man wie selbstverständlich mit der Installation. Dabei folgt man Schritt für Schritt den Anweisungen, die man vom Hersteller so bequem auf den Monitor geliefert bekommt. Spätestens nach der Online Registrierung für sein Produkt kann alles so genutzt werden, wie man das haben möchte. Da spielt es keine Rolle, ob man die Software für Hardware, zum Beispiel einen Drucker, installiert, oder ob es ein bestimmtes Programm ist, mit dem man spielen oder arbeiten will.

Entscheidet man sich für eine Open Source Software, kann der Vorgang anders aussehen. Zunächst einmal landet man nach seiner Suche nach dem entsprechenden Produkt auf einer Anbieter Seite, von der aus die Software heruntergeladen werden kann. Den Download startet man, nachdem man ausgewählt hat, für welches Betriebssystem das Programm gedacht ist. Ist zum Beispiel die Linux Software auf dem Rechner installiert, wählt man die entsprechende Download Möglichkeit. Gleiches gilt für Mac und Windows Rechner. Zum Download einer Open Source Software lädt man üblicherweise einen Quellcode herunter, den es dann zu entpacken gilt. In seiner Konsole sucht man dann das Verzeichnis, in dem die entpackten Dateien enthalten sind. Die Befehle .configure, make und make install führen danach zur ordnungsgemäßen Installation. Bei Windows benötigt man meistens ein Installationsprogramm, das beim Arbeitsvorgang hilft.

Bei jeder Open Source Software, die man installieren möchte, ist in der Regel eine Anleitung, eine so genannte „Readme“ Datei enthalten. Mit dieser ist der richtige Weg zur optimalen Installation überhaupt kein Problem mehr. Natürlich sollte man nur von vertrauenswürdigen Seiten ausgehend den Download starten. Bei Unsicherheit kann in jedem themenbezogenen Forum nach Rat gesucht oder die entsprechende Frage gestellt werden.

Open Source Software ist weit verbreitet und wird von vielen Anwendern benutzt. Allerdings kennt kaum jemand die wirklichen Hintergründe zur Geschichte und Definition des Begriffes. Drei wesentliche Bedingungen muss jede Open Source Software erfüllen, damit sie auch als solche bezeichnet werden darf. Es handelt sich bei dieser Bezeichnung im Übrigen um einen geschützten Titel, dessen Rechte die OSI, die Open Source Initiative, bewahrt.

Die erste Bedingung, die es von einem Software Produkt zu erfüllen gibt, ist die Lesbarkeit vom Quelltext. Lesbarkeit bedeutet in diesem Fall, dass die Software nicht in binärer, also sprachlich nicht zu definierender Form, vorliegt. Diese Softwares sind also in einer verständlichen Programmiersprache zu verfassen. Dies beinhaltet aber auch die Tatsache, dass die Programme bei der Installation in einen Binary Code umgewandelt werden, ein Prozess, ohne den die Software nicht benutzt werden kann.

Während eine normale Software strengen Richtlinien unterliegt, was das Kopieren und Verbreiten betrifft, darf und muss die Open Source Software frei nach Belieben installiert, kopiert und weitergegeben werden. Es entstehen dabei weder Kosten noch anderweitige Verpflichtungen für den Anwender. Mit der Kopie einer gekauften Software macht man sich strafbar – denn dann ist man im Besitz einer Raubkopie. Noch empfindlichere Strafen gibt es auf das Verkaufen oder Tauschen solcher Raubkopien, wie heute schon jüngste PC Nutzer wissen.

Eine Open Source Software darf nicht nur nach Belieben benutzt, sondern sogar verändert werden. Das bedeutet, die Anwender, die sich darauf verstehen, können Verbesserungen oder Veränderungen vornehmen, und diese veränderte Software dann wieder weiter geben. Dieses Prinzip ist grundlegend für die Entstehung von Programmen, wie zum Beispiel dem Mozilla Firefox oder dem Linux Betriebssystem, aber auch einigen anderen Softwares, die es auf dem Markt gibt.

Unter openoffice.org findet jeder geneigte User, der sich sein Office Paket nicht kaufen möchte, ein Programmpaket, das als Open Source Quelle kostenlos jedem zur Verfügung steht. Das heißt, man kann die Vorzüge dieses Pakets nutzen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Die einzelnen Komponenten des OOo, wie das Software Package abgekürzt wird, ähneln dem Microsoft Office Paket, sind auch durchaus kompatibel: Was im OOo geschrieben wurde, kann mit den Microsoft Produkten normalerweise auch geöffnet werden. Im Austausch mit Usern, die andere Software benutzen, ist diese Tatsache doch sehr wichtig.

Der „Writer“ ist das wohl wichtigste Stück des Open Office Pakets. Briefe zu schreiben, Projekte zu verfassen,  wie zum Beispiel Hausarbeiten für die Schule und Fachliches für Uni und Beruf ist hier kein Problem. Die Funktionen sind ähnlich wie beim Word Programm; selbst Formatvorlagen sind enthalten und können nach dem Download jederzeit benutzt werden. Das Einzelprogramm „Calc“ funktioniert fast, wie das bekanntere Excel und ermöglicht alle Formen von Tabellen und Kalkulationen, das Veranschaulichen von Daten und Fakten. Diagramme aus Zahlen zu schaffen, ist nicht nur für Schule und Beruf wichtig, sondern vielleicht für manchen Anwender auch im privaten Bereich ganz interessant. Impress und Draw sind weitere Komponenten von OOo, neben Base und Math aber die wohl weniger benutzten Kategorien des Gesamtpakets.

Online Support für die Open Office Anwender gehört zum Service, den man trotz des kostenfreien Downloads genießen kann. Mittlerweile gibt es das Open Source Software Paket auch als Portable Version, was es natürlich einfacher macht, flexibel mit dem Programm und allen Komponenten zu arbeiten.

Eine Sammelbeschwerde von insgesamt 18 Klägern wurde vor dem Bundesverwaltungsgericht der Schweiz eingereicht. Stein des Anstoßes war eine Vergabe eines Auftrags in Höhe von mehr als 40 Millionen Schweizer Franken, den Open Source Anbieter gerne für sich verbucht hätten. Man fühlte sich übergangen, ausgeschlossen.

Mehr als 10.000 Rechner und noch mehr Notebooks wurden von dem Schweizerischen Bundesamt für Bauten und Logistik bei Microsoft bestellt und somit auch der Wartungs- und Supportvertrag an den Konzern vergeben. Die Ausschreibung war nicht öffentlich; die Vergabe der Lizenzen war damit ebenfalls eine Sache, die stillschweigend über den Tisch ging. Diese Art, einen Auftrag zu vergeben, wollen Open Source Anbieter nicht so auf sich sitzen lassen. Red Hat aus dem Linux Bereich, aber auch einige andere Anbieter beschwerten sich folglich bei Gericht, was jedoch ohne Erfolg blieb. Zwar kann noch eine Instanz höher gegangen werden, doch ist es fraglich, ob man hier Erfolg haben wird.

Die Begründung des Bundesverwaltungsgerichts ist einleuchtend: Man arbeite seit 20 Jahren mit Microsoft Software und darauf aufbauenden Produkten. Damit seien die Open Source Anbieter von vornherein nicht als mögliche Auftragsempfänger auf dem Plan gestanden, denn – soweit dies möglich ist – will man einfach nur die bestehenden IT Systeme so kostengünstig und wirkungsvoll weiter nutzen, wie es irgendwie möglich ist und nicht einen vollkommenen Umbruch einleiten. Das Argument, dass man sich seitens der Open Source Anbieter mit einem Angebot wenigstens an der Ausschreibung hätte beteiligen können müssen, wurde laut: Die Art des Vergabeverfahrens würde Microsoft zu einem Inhaber eines Monopols machen, was die Firma aber nicht ist, da zum Beispiel auch Linux eine Software ist, die durchaus für eine Behörde in Frage kommt. Ein herber Rückschlag für das Open Source Prinzip, ein Sieg für Microsoft.

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